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Einführung in das Konzert

…“ich soll für den Cäcilienverein ein Oratorium machen... Der Gegenstand soll der Apostel Paulus sein“. So Felix Mendelssohn 1832 in einem Brief an seinen Freund Eduard Devrient. Seit den Erfolgen von Haydns Schöpfung waren vielerorts Oratorienchöre entstanden, die nach neuen Werken dürsteten. Die intensive Beschäftigung mit der Matthäus- Passion hatte in Mendelssohn auch bereits den Wunsch geweckt, ein Werk dieser Gattung zu schreiben. Er beschloss sogar, das Libretto selbst zusammenzustellen. Noch im gleichen Jahr nahm er die Arbeit auf. Pastor Julius Schubring, der Orientalist Julius Fürst und Eduard Devrient standen ihm als Berater zur Verfügung. 1834 nahm er die Komposition in Angriff. Unzählige Skizzen bezeugen, wie sehr sie ihn forderte. Vater Abraham verfolgte das Entstehen des Werks mit grosser Anteilnahme. Sein Tod im November 1835 war für Felix ein gewaltiger Schock, aber auch Ansporn und Verpflichtung, das Werk zu vollenden. Am 22. Mai 1836 konnte er das Oratorium beim 18. Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf mit 172 Instrumentalisten und 356 Sängern zum ersten Mal aufführen. Trotz des Erfolgs war er davon nicht restlos überzeugt. Im Hinblick auf die bevorstehende Drucklegung machte er sich unverzüglich an eine Überarbeitung. Die neue Fassungerklang zuerst in englischer Übersetzung in Grossbritannien, wo Mendelssohn vor Jahren mehrere Monate verbracht und Freunde gewonnen hatte. Das Konzert vom 3. Oktober 1836 in Liverpool löste einen erstaunlichen Siegeszug durch die Musikwelt aus: 1837 Aufführung in Boston, in London und in Birmingham, im Jahr darauf in New York, aber auch in den meisten deutschen Städten - mit wachsender Beliebtheit.

Weitere Erläuterungen zur Entstehung und zum Charakter des «Paulus» sind im Textheft enthalten, das bereits im Vorverkauf mit den Konzertkarten bezogen werden kann.

   

 

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Januar 2010: Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus

Informationen zu unserem letzen Konzert finden Sie hier: Josef Haydn: Die Schöpfung.

 
 
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