2009 jährt sich zum zweihundertsten Mal der
Todestag von Joseph Haydn. Ihm zu Ehren «Die
Schöpfung» aufzuführen, ist naheliegend, denn
er selbst zählte das Oratorium zu seinen besten
Werken; und in der Behandlung des Themas
widerspiegelt sich auch Haydns Wesensart:
Seine Menschlichkeit und Naturverbundenheit,
sein frohes Gemüt und sein Urvertrauen in
Gottes Güte.
Das Oratorium besteht aus drei Teilen. Die
Erzengel Raphael, Gabriel und Uriel erzählen
die Erschaf fung der Welt nach dem 1. Buch
Mose. In den biblischen Text verflochten ist ein
poetischer Kommentar, der Haydn ermöglichte,
seine breit gelagerte musikalische Schöpferkraft
voll zu entfalten: Die geniale Umsetzung von
Bildern und abstrakten Begriffen in Musik,
seine Meisterschaft im Bau beeindruckender
Fugen, sein bereits romantisches Empfinden
in liedhaften Arien, sein Ausschweifen ins
Volkstümliche bei gewissen Tonmalereien, seine
Majestät in grossen Chören.
Weitere Erläuterungen zur Entstehung und zum
Charakter der «Schöpfung» sind im Textheft
enthalten, das bereits im Vorverkauf mit den
Konzertkarten bezogen werden kann.