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Einführung in das Konzert
Im Programm dieses Konzerts stehen zwei Werke, die beinahe gleichzeitig entstanden sind:
Schillers «Lied von der Glocke» in der Vertonung von Andreas Romberg, uraufgeführt am 7. Januar 1809,
die C-Dur-Messe, op. 86, von Ludwig van Beethoven, uraufgeführt am 13. September 1807.
Beide Komponisten wuchsen in Deutschland (Nordrhein-Westfalen) auf, standen beinahe im gleichen Alter, traten bereits als Kinder in Konzerten öffentlich auf, lernten einander beim Musizieren im gleichen Orchester kennen und kamen, unabhängig voneinander, in Wien mit Joseph Haydn in Berührung. Wie Friedrich Schiller waren sie von der Aufklärung geprägt und erlebten die französische Revolution mit ihren erschreckenden Wirren und Kriegen. Trotz all dieser Gemeinsamkeiten schrieben sie höchst unterschiedliche Musik: Im Gegensatz zu Andreas Romberg, der sich als «solider» Komponist in den damals gültigen Normen der Klassik und beginnenden Romantik bewegte, sprengte Beethoven eigenwillig den Rahmen und öffnete der Musik neue Wege.
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