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Johannes Brahms: 'Ein Deutsches Requiem'

Hier können Sie eine ausführliche Beschreibung von Brahms Werk als PDF Dokument lesen: Das Textheft [82kB]

Das "Deutsche Requiem" von Johannes Brahms (1833-1897) ist in mancher Hinsicht einzigartig. Brahms vertonte nicht eine deutsche Fassung des lateinischen Requiems, sondern er stellte aus Bibeltexten selber ein Libretto zusammen, das Betrachtungen über Tod und Trauer zum Inhalt hat. Zwar hielt sich Brahms von der Kirche fern, doch war sein religiöses Denken geprägt von einem unerschütterlichen Auferstehungsglauben, den er in seinem Werk kraftvoll aufleuchten liess.

 


Die Mutter von Johannes Brahms

Das lateinische Requiem ist ein Fürbittegebet für die Verstorbenen. Brahms' "Deutsches Requiem" wendet sich in erster Linie an die Lebenden. Der Unabänderlichkeit des Sterbens werden die Freuden im Jenseits gegenübergestellt, womit der Schmerz der Trauernden gelindert werden soll. Dieser Zuspruch geschieht teils mit zart abgestuften, teils auch gewaltigen romantischen Tongemälden.

 


Clara und Robert Schumann
Zu diesem Werk angeregt wurde Brahms durch das Schicksal des Musiker-Ehepaares Robert und Clara Schumann, denen er in Freundschaft eng verbunden war. Den geistigen Zerfall Roberts, seinen Tod im Jahr 1856, das Mitleiden und die Trauer Claras erlebte Brahms mit grosser Anteilnahme. Das daraus herauswachsende Requiem beschäftigte ihn über Jahre. 1861 lag der Text der ersten vier Sätze vor. Der Tod seiner Mutter 1865 erschütterte ihn zutiefst, gab ihm aber auch neue Impulse. Nach einigen Teilaufführungen erklang 1869 im Gewandhaus zu Leipzig das vollständige Requiem zum ersten Mal. Einem Freund hatte Brahms zuvor geschrieben: "Ich habe nun meine Trauer niedergelegt und sie ist mir genommen, ich habe meine Trauermusik vollendet als Seligpreisung der Leidtragenden".

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